Wir über uns

Der Genossenschaftsgedanke

Der Genossenschaftsgedanke entspricht unserer Grundhaltung.
Er ist eng mit ökologischen und sozialen Anliegen verknüpft. Die juristische Form der Genossenschaft heisst für uns, eine Gemeinschaft in Selbsthilfe und Selbstverantwortung zu leben. Jede Person hat die gleichen Rechte und Pflichten. Das Haus, die Wohnung und die Einstellhalle gehören der Genossenschaft. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind Mieterinnen und Mieter. Damit kann das Fortbestehen unserer Institution am besten gesichert werden.
Diese juristische Form der Genossenschaft haben wir gewählt, weil sie das Gemeinschaftliche in den Vordergrund stellt und nicht das Eigentum. Bei personellem Wechsel (Vorstand) bestimmen alle Genossenschafterinnen und Genossenschafter die geeignete Nachfolge. Damit bleibt die Philosophie der Wohnform im Alter erhalten. Verkauf und Vererbung von Wohnraum ist nicht möglich. Das Motto in vereinfachtem Masse ausgedrückt lautet:


«Die persönliche Freiheit endet dort,
wo die Freiheit des Anderen beginnt»


Wer in einer Gemeinschaft lebt, soll und muss die anderen Mitglieder respektieren und sich nach dem oben genannten Spruch verhalten.
Damit kann das Fortbestehen unserer Institution am besten gesichert werden. Der Gründer und Visionär unserer WG Herrn Dr. Felix Wieser hat mit Nachhaltigkeit die WG Drei Linden gegründet. Ohne seine Idee und Umsetzung wäre unsere WG nicht entstanden und dafür gebührt ihm ein grosser Dank von Seite der Genossenschaft.

Der Vorstand

Geschichte

Die Entstehung unserer Wohngenossenschaft

Die Genossenschaften, so wie wir sie heute kennen, entstanden im 19. Jahrhundert als Antwort auf die kapitalistische Entwicklung. 1844 gründeten in Rochdale (England) einige Weber den ersten genossenschaftlichen Konsumverein. Sie handelten nicht gewinnorientiert und gaben Güter des täglichen Bedarfs möglichst günstig an die Genossenschafter ab. Die «Pioniere von Rochdale» strebten Solidarität an, ein Gemeinschaftswerk, und sie engagierten sich in der Bildung der Arbeiter. Die Ursprünge des genossenschaftlichen Gedankens reichen in der Schweiz bis ins Mittelalter zurück. Bei uns, aber auch in anderen Ländern, bildeten sich damals zum Beispiel Marktgenossenschaften, in denen sich freie  Bauern zusammentaten und ihren Besitz gemeinsam verwalteten. Dazu zählen auch Alp-.Allend- und Talgenossenschaften oder Wasser- und Waldkooperationen. Angesichts dieser langen historischen Kontinuität bekamen die Genossenschaften einen besonderen Stellenwert in unserem Land. Aus dieser Idee heraus wurden auch hier zu Lande die Wohngenossenschaften gegründet.

Im Bereich unserer Genossenschaft konnten Funde aus der Eisenzeit nachgewiesen werden. Vom Grenzacherhorn bis zu der kleinen Erhöhung im Bereich unserer WG wurden urzeitliche Knochenfunde von Tieren in Archivalien erwähnt. Im Bereiche Grezacherstrasse/Schwarzwaldbrücke befand sich früher eine Siedlung, genannt «Oberbasel», und im Bereich der ehemaligen Warteck Brauerei  eine weitere Siedlung. Nachdem im Jahr 1225 der Bischof Heinrich eine Brücke bauen liess, zogen die Bewohner der beiden Siedlungen zum rechtsseitigen Brückenkopf. Das Gewerbe begann zu florieren, da durch die Brücke ein direkter Zugang zur linksseitigen Stadt Basel entstand. Es entstand eine kleine Stadt.

Im Jahr 1392 vereinigten sich die beiden Stadtteile zu einer Stadt, die jedoch durch den Rhein getrennt wurde. So wurde der rechte Stadtteil als «mindere Stadt» bezeichnet, damit klar zu erkennen war, von welchem Stadtteil die Rede war. Die Bezeichnung «minder» stand für klein und ist nicht abwertend gemeint.

Die verschiedene Berufe, welche sich in der «minderen Stadt» ansiedelten vereinigten sich in drei Gesellschaften. Je nach Berufsgattung in die Ehrengesellschaft zur Hären (Wappenhalte) Wild Maa), zum Greifen (Wappenhalter Vogel Gryff) oder zu Rebhaus (Wappenhalter Leu). Diese drei Gesellschaften besassen auch Land. So zum Beispiel auch einige Parzellen auf dem heutigen Gebiet unserer Genossenschaft. Man kann also weit entfernt sagen, dass unsere WG früher mit den Kleinbasler-Traditionen in Verbindung gebracht werden konnte. Die Ländereien der Drei Ehrengesellschaften wurden jedoch in Jahre 1877 an C. Keckeis u. Konsorten verkauft. Danach wurden die Parzellen weiterverkauft und wechselten den Besitzer.

Das nähere Gebiet unserer WG wurde im 15. Jahrhundert Allmendgebiet. Es handelte sich vorwiegend um weidgenossenschaftliche Nutzflächen. Ein solches Allmendgut lag an der Allmendstrasse. Der Zufall wollte es, dass beim Bau der Einstellhalle ein Sodbrunnen des Weiherhauses gefunden wurde. Dieser  Ort erhielt den Namen Weiherhaus, weil es an den Weihern zwischen Habermatten bis zur Allmendstrasse lag. Durch den Beschluss des Rates unter Bürgermeister Wettstein  in den Jahren 1661 bis 1663, wurden die Weiher als städtische Fischweiher ausgebaut.

In Archivalien ist im Jahr 1782 über den Verkauf folgendes nachzulesen:                                    «Th. Landerer bekennt, von Frau Susanne Ochs, geb. Brenner, 4000 Pfund zu 3 Prozent setzt zum Unterpfand Landgut an der Weiherstrasse mitneuerbautem Wohnhaus, Scheune, Stall und Zugbrunnen».

Es handelte sich um den Brunnen, der auf dem Gelände der Liegenschaft Allmendstrasse 134 gefunden wurde.

Chronik 75 Jahre WG Drei Linden

Zum Andenken an das 75. Jubiläum hat Erwin Hensch umfassend recherchiert und ein Buch verfasst. Auf über 160 Seiten dokumentiert es die Geschichte unserer Genossenschaft und seiner Menschen unterhaltsam und sympathisch.

 


Mit nachstehendem Link ist es Ihnen möglich, das Buch in digitaler Form als PDF anzusehen.

 

 

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Die Statuten

Die aktuellen Statuten finden Sie im untenstehenden Link.

 

Die Statuten werden im Moment durch die Genossenschaft überarbeitet. Der erste Vorschlag des Vorstandes, welcher mit dem Verband der gemeinnützigen Wohnbauträger "Wohnbaugenossenschaft Schweiz" erarbeitet wurde, fand an einem Workshop im Februar 2020 beim Grossteil der anwesenden Genossenschafter keine Akzeptanz. Somit wird an der nächsten GV ein Statuten-Gremium bestimmt, welches den Vorschlag des Vorstandes nochmals überarbeitet. Der zweite Vorschlag wird an der GV im 2021 zur Abstimmung gelangen und sobald angenommen, hier publiziert.

Statuten 2009

Drohnenaufnahme

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